Montag, 4. Mai 2009

Angst vor Schimmel

Die neuartige Bauweise nach Energieverordnung macht ein bewusstes Lüftungsverhalten der Bewohner erforderlich. Denn der Vollwärmeschutz und Thermofenster verhindern eine Dauerlüftung durch Fugen und undichte Fenster, zur Aufrechterhaltung der Energieeffizienz.
Die richtige Fensterlüftung ist jedoch sowohl im Neubau als auch im Altbau wichtig.
Wird zu wenig gelüftet verschlechtert sich die Raumluft. Zudem gelangt durch das Atmen eine große Menge Flüßigkeit aus der Lunge in die Raumluft und kann zu einer erhöhten Luftfeuchtigkeit und daraus resultierend zu Schimmel führen.
Wird zu viel und zu lange gelüftet leidet zum einen die Energieeffizienz, zum anderen kann es vor allem in der kälteren Jahreszeit dazu kommen, dass die Wände erkalten und sich an ihnen Kondensfeuchtigkeit bildet. Auch in diesem Fall kann Schimmel entstehen.
Wer sich allerdings an grundsätzliche Regeln hält kann Schimmel und Wärmeverlust vermeiden.

Was jedoch tun, wenn eine Wand bereits Schimmel angesetzt hat?
Grundsätzlich steht fest, dass die Beseitigung des Schimmels mnicht ausreicht. Denn nur wenn seine Ursache geklärt und beseitigt ist, kann der Schimmel dauerhaft gebannt werden. Falls nicht sofort mit Sanierungsmaßnahmen begonnen werden kann, sollten befallene Stellen zunächst gereinigt und desinfiziert werden, zum Beispiel mit 70 %-igem
Ethanol bei trockenen Flächen und 80 %-igem Ethylalkohol bei
feuchten Flächen. Befallene poröse Materialien
wie Tapeten Gipskartonplatten oder poröses Mauerwerk
können schwer oder gar nicht gereinigt werden, da das Schimmelpilzwachstum
auch bis in tiefere Materialschichten eingedrungen sein kann. Abzuraten ist von der Verwendung von Lösungen mit Fungiziden im Innenraum, da sich die Giftstoffe über einen längere Zeit im Wohnraum festsetzen und Bewohner gesundheitlich belasten können.
Schimmel der bereits tiefer eingedrungen ist, sind Sanierungsmaßnahmen in der Regel unumgänglich.

Keine Kommentare: