Die Ölvorräte sinken, das Müllaufkommen wächst. Folgende Erfindungen scheinen wegbereitend für die Energieversorgung der Zukunft.
Zusammen mit dem Erfinder Jean-Marie Stankovicc-Gansen entwickelte Peter Eckhoff eine wahre Wundermaschine, einen Reaktor, der Müll in einen Kraftstoff für PKWs verwandelt. Der Plastikmüll wird durch die Wärme des Benzinmotors, der ebenfalls noch in dem Auto ist, erhitzt und dann leicht unter Druck gesetzt. Im Reaktor, der in etwa die Größe von zwei Colaflaschen besitzt, werden die Moleküle in Atome gespaltet, dadurch entwickelt sich Gas, das dem Auto als Kraftstoff dient. In diesem Wunder-Modul kann man eigentlich alles zu Energie machen: «Theoretisch kann man auch Altöl, Pommes-Fett oder Hähnchenknochen einfüllen», erklärt Echhoff. Plastik hat jedoch die beste Energieausschüttung. Rund 125 Gramm Plastikmüll braucht Eckhoff so für eine Strecke von 100 Kilometern, dadurch werden rund 30 Prozent Benzin eingespart.
Kritiker bemängeln die Abgase des „Müll-Moduls“ und fragen nach der ökologischen Sinnhaftigkeit. Eckhoff sieht hierin jedoch kein Problem: „Irgendwas ist in den Abgasen doch immer drin“, sagt er.
Auch ein anderer Wissenschaftler hat, wie es scheint, des Rätsels Lösung: Dr. Christian Koch ist der Mann der aus Müll Diesel macht. Kunststoffreste und organische Abfälle wandelt er in Kraftstoff um. Aus 100 Kilogramm Plastikmüll werden 80 Liter reiner Diesel. Langkettige Kohlenwasserstoffe werden mit Hilfe eines Katalysators bei 300 Grad Celsius aufgebrochen. Dabei entsteht zunächst Erdöl, dann Diesel. "Mit Sicherheit ist das, was uns an Kohlenwasserstoffen zur Verfügung steht, die Energiereserve der Zukunft. Und es wird sicher so sein, dass, je knapper das Erdöl wird, alle anderen Stoffe, die man zu Erdölprodukten machen kann, umso interessanter werden. Das ist im Wesentlichen die Landwirtschaft, aber auch die Müllberge enthalten hochwertige Kohlenwasserstoffe. Und es ist doch mehr als tröstlich, dass wir sagen können: Was nachwächst, reicht aus, für das, was wir verbrauchen, für die jetzige Anzahl der Menschen auf unserem Planeten." Erklärt Koch.
Montag, 18. Januar 2010
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen